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Abstract Multifaktorielle Fussdiagnostik DAF 2015

Abstract Vortrag 21. Jahrestagung der Deutschen Assoziation für Fuss und Sprunggelenk e.V. (D.A.F.) Universität Bayreuth 21.03.2015

Titel: Was ändert die multifaktorielle Fussdiagnostik an der Metatarsalgiebehandlung?

 

Fragestellung

Wie lassen sich mit Hilfe der multifaktoriellen Fußdiagnostik unterschiedliche Fußbeschwerden, Podogramme (dynamischer Blauabdruck) und Fußdruckmessungen bei Metatarsalgie erklären und welche therapeutische Konsequenzen ergeben sich?

 

Methodik

Material

Anamnestische Befunde der Beschwerden, dynamische Podogramme, Ergebnisse von Fußdruckmessungen sowie Fußuntersuchungen, Scanbilder im Stand und die Beurteilung des Gangbildes sowie der mitgebrachten Schuhe von acht Patienten mit Metatarsalgie aus der eigenen Praxis, die mit Therapiesohlen versorgt waren.

 

Methode

Bei Patienten, die mit Fußbeschwerden in die Praxis kommen, wird die multifaktorielle Fußdiagnostik eingesetzt, um die Faktoren zu analysieren und zu deuten, die das Verhalten (Belastung und Abrollvorgang) der Füße und die Morphologie der Podogramme bestimmen. Die über eine Rechenmethode aufsgestellte Klassifizierung der Podogramme mit objektiven Beurteilungskriterien ist die Basis für die Deutung der Podogramme. Auf Grund der Analyse werden Therapiesohlen konstruiert, um die Belastung und das Abrollverhalten der Füße zu bessern und/oder den Schmerz zu lindern

Es wurden 8 Patienten aus der eigenen Praxis mit unterschiedlichen Metatarsalgiebeschwerden selektiert, bei denen die Therapiesohlen, die für sie konstruiert wurden, auf Grund der Analyse fundamental verschieden waren.

 

Ergebnisse

Die genauere Analyse bietet neue Erkenntnisse für das Entstehen von Metatarsalgie. Ein (funktioneller) Krallen- oder Hammerzehenstand kann eine metatarsocapitale Abrollsperre bewirken und so eine Metatarsalgie auslösen. Eine Supinationsbelastung im Vorfußbereich führt infolge von Überbelastung manchmal zu spezifischen Beschwerden, wie Schmerzen am Caput metatarsale II, III, oder IV,  Schmerzen an der lateralen Ballenseite oder sogar eine Ermüdungsfraktur von Os metatarsale III oder IV. Eine Pronationsbelastung im Vorfussbereich kann  auch eine schmerzhafte Metatarsalgie am Caput metatarsale II oder III bewirken.

Die genauere Analyse öffnet neue therapeutische Wege: aus einer Auswahl von über vierzig unterschiedlichen dünnen Elementen werden Therapiesohlen konstruiert, um das Verhalten der Füße und die Schmerzen zu bessern und/oder die Beschwerden zu lindern.

 

Schlussfolgerung

Die auf Grund der multifaktoriellen Fußdiagnostik durchgeführte Analyse bietet z.B. bei Metatarsalgie neue differnzierte Erkenntnisse, die für eine effektive Behandlung durch Therapiesohlen mit Millimeter dünnen Elementen entscheidend sind. Manche Operation liese sich somit vermeiden.